Mit der 10-10-10 Methode die besseren Entscheidungen treffen.

Die 10-10-10-Methode ist eine Möglichkeit für die Zukunft zu planen und in der Gegenwart produktiv zu bleiben.

Die 10-10-10-Methode

So nutzt Du die 10-10-10-Methode für Reflexion, Planung und Produktivität

Die 10-10-10-Methode ist eine Möglichkeit für die Zukunft zu planen und in der Gegenwart produktiv zu bleiben. Entwickelt wurde diese Methode von Suzy Welch, einer amerikanischen Geschäftsfrau, Autorin, Journalistin, und ehemaligen Unternehmensberaterin.

Suzy Welch schreibt seit über zwei Jahrzehnten. Darüber hinaus bietet sie Führungscoaching für Führungskräfte in der Unternehmenswelt an. Welch schreibt regelmäßig bei ABCs "Good Morning America" und ist einer der Co-Moderatoren bei "The Entrepreneurial Thought Leaders Podcast".

Einführung: Was ist die 10-10-10-Methode?

Bei der 10-10-10-Methode geht es darum, sein Bewusstsein dafür zu schärfen, welche Konsequenz eine Entscheidung in der Zukunft haben wird.

  • Wie wirkt sich die Entscheidung in 10 Minuten aus?
  • Was wird in 10 Monaten sein?
  • Und was sind die Konsequenzen in 10 Jahren?

Damit brauchen Sie dann auch nicht ständig andere Menschen um deren Ratschlag bitten, die nur zu oft eben mehr ihre eigenen Interessen als Dein Wohlbefinden im Fokus haben.

Die 10-10-10-Methode führt zielgerichtet zu besseren Entscheidungen

Diese Methode versucht zu verhindern, dass wichtige Entscheidungen aus einem reinem Bauchgefühl heraus getroffen werden. Deswegen steht zu Beginn immer das Sammeln von Informationen.

Denn eine Entscheidung kann immer nur so gut sein, wie die Informationen, welche man vor einer Entscheidung zu Rate gezogen hat.

Gute Hilfe kann hier die GTD-Methode von Paul Allen leisten.

Diese Fragen können Sie sich hierbei stellen:

  • Was ist mir wichtig?
  • Wie will ich es erreichen?
  • Was möchte ich vermeiden?

Es geht also prinzipiell um Deine Werte, Deine Ziele und auch um das Einigsein mit Dir selbst. Denn Ziele sind immer dann besonders vielversprechend, wenn diese im Einklang mit Deinem Wertesystem stehen.

Doch lass uns beginnen. Denn sicherlich bist Du bereits gespannt, wie die 10-10-10 Methode Dich unterstützen kann.

Die drei zu betrachtenden Zeiträume:

Das wichtigste an dieser Methode sind die drei unterschiedlichen Zeiträume. Denn jeder Zeitraum lässt mit einer anderen Perspektive auf die angestrebte Entscheidung sehen.

Perspektive #1: 10 Minuten

Der erste Blickwinkel betrachtet einen extrem kurzfristigen Zeitraum. Wir reden von lediglich 10 Minuten. Jetzt wirst Du sicherlich einwenden, welchen Nutzen es haben sollte, eine so kurzfristige Sicht auf die Dinge zu haben?

Aber die Antwort darauf ist relativ simpel, naheliegend und einleuchtend.

Denn diese Perspektive kann Dich vor falschen Entscheidungen bewahren, die lediglich einen kurzfristigen Lustgewinn, aber mittel- bis langfristig keine Vorteile oder sogar Nachteile einbringen können.

Deswegen folgende Hauptfrage:

  • Welche Auswirkung hat meine Entscheidung in 10 Minuten?

  • Hat sie kurzfristige Auswirkungen?

  • Will ich die Entscheidung aus kurzfristigen Gründen treffen?

Perspektive #2: 10 Monate

Das ist ein mittelfristiger Zeitraum. Hier kann ich die unmittelbaren Konsequenzen sehen. Der 10-Monats-Zeitraum ist bereits ein sehr zuverlässiger Zeitraum, um die Konsequenz von Entscheidungen mit einer gewissen Tragweite abzuschätzen. Bei beruflichen oder schulischen Entscheidungen sieht man bereits die ersten Schritte.

Bei einer geplanten Ausbildungsentscheidung, wäre das bereits eine Perspektive auf das erste Ausbildungsjahr oder beim Studium auf die ersten beiden Semester.

Zu klären müssten da dann auch die Finanzierungen sein. Denn die beste Entscheidung wird Dir nichts nützen, wenn die Finanzen zur Realisierung fehlen.

Du siehst also. Jede neue Perspektive wirft neue Fragen auf. Neue Fragen, die nach einer Antwort verlangen und die dazu führen, dass Deine Entscheidungen einfach besser werden.

Perspektive #3: 10 Jahre

Das ist ein sehr langfristiger Zeitraum. Und natürlich ist ein Blick über einen solchen Zeitraum schwierig und fehlerbehaftet. Denn man kann nicht alle Eventualitäten vorhersehen. Das geht nicht. Es ist einfach unmöglich.

Allerdings lassen sich gewisse Dinge vielleicht, wenn nicht vorhersehen, so zumindest vorherahnen. Denn eine Entscheidung, welche nach 10 Jahren sich noch wesentlich auf Dein Leben auswirkt, ist eine Schlüsselentscheidung.

Hier gehört mit Sicherheit die Berufswahl dazu. Auch die Partnerwahl lässt sich nach der 10-10-10 Methode durchführen. Das klingt zwar nicht sehr romantisch, kann aber zu richtig tollen Entscheidungen führen!

Welcher Zeitraum von den dreien ist jetzt der Wichtigste?

Es geht im Selbstmanagement eigentlich nie um richtig oder falsch. Denn das lässt sich nie so einfach beantworten, weil es ein objektives richtig und falsch gar nicht gibt.

Mit der Zeit entwickelst Du Dich weiter. Und mit den Erfahrungen, welche Du jeden Tag sammelst, würdest Du manche früher getroffenen Entscheidungen so heute nicht mehr treffen. Deswegen war die damalige Entscheidung aber keineswegs falsch. zumindest, wenn Du nach Deinem damaligen Kenntnisstand damals richtig entschieden hast.

Und genau darum geht es bei 10-10-10. Es geht darum, dass Du sensibilisiert wirst, auf die Folgen Deines Tuns. Wenn Du Dir überlegst, wie sich eine Entscheidung auf die Zukunft auswirkt, dann unterscheidest Du Dich von 80% der getroffenen Entscheidungen.

Do Du willst ja weiterkommen und Dich stets möglichst gut entscheiden. Dann könntest Du der 10-10-10 Methode durchaus eine Chance geben.

Die Mehrheit der Menschen denkt kurzfristig auf Basis des schnellen Lustgewinns

Beispiel Du kannst Dich jetzt entscheiden:

45 Minuten Netflix oder 45 Minuten für meine Weiterbildung.

Rein kurzfristig gesehen wäre Netflix die bessere Entscheidung. Es macht Spaß, unterhält mich und bringt mir gute Laune. Langfristiger Effekt in 10 Monaten oder gar in 10 Jahren ist nicht zu erkennen.

Bei 45 Minuten Weiterbildung hingegen muss ich mich kurzfristig überwinden. Ich habe vielleicht gerade keine große Lust dazu, aber ich weiß, wenn ich das regelmäßig tue, weiß ich in 10 Monaten mehr über mein Fachgebiet als 80% meiner Kollegen. In der Folge könnte ich mal Anklopfen wegen einer Gehaltserhöhung. Mittelfristig bringt mir das die Möglichkeit, mehr Geld zu verdienen. Kurzfristig muss ich dafür eben leider auf 45 Minuten Netflix verzichten.

Der langfristige Effekt wird sicherlich noch deutlicher. Verwende ich 5 Tage in der Woche jeweils nur läppische 45 Minuten für meine Weiterbildung, dann habe ich in 10 Jahren etwa 2.000 Stunden in meine Weiterbildung investiert. Damit gehöre ich mit Sicherheit zu den 5% der Experten in meinem Fachgebiet.

Und das wird sich monetär mit Sicherheit bemerkbar machen und sich auch auf andere Lebensbereiche auswirken. Und das nur weil ich täglich auf eine, einzige Netflix Serie am Tag verzichtet habe.

Das nur als Beispiel, wie 10-10-10 einen Wechsel der Betrachtungsweise bewirken kann.

Die 10-10-Methode als gedankliche Zeitreise

Tatsächlich handelt es sich um eine Zukunftssimulation. Dadurch, dass Du Dir die Folgen Deiner Entscheidung ausmalst, bekommen diese ein Gesicht. Du visualisierst und setzt Dich somit gedanklich auf einer komplett anderen Ebene auseinander.

Wir wissen ja mittlerweile, dass das, was wir visualisieren, genau das ist, was wir dann auch bekommen. Von daher können wir mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von besseren Entscheidungen ausgehen, wenn wir die Auswirkungen auf die kurz-, mittel- und langfristige Zukunft abschätzen.

Denn machen wir uns nichts vor. Jede wichtige Entscheidung bedeutet auch immer ein Risiko. Wer nicht bereit ist ein Risiko einzugehen, wird auch nichts erreichen können.

Allerdings kann man dieses Risiko eben durchaus minimieren.

Gib der 10-10-10 Minute eine Chance

Versuchen Sie doch einfach mal, bei einer der nächsten anstehenden Entscheidungen die 10-10-10 Methode. Es kann wirklich sehr verblüffend sein, welch neue Perspektiven sich dadurch ergeben können.

Und Du kannst auch nichts falsch machen. Denn schlechter werden Entscheidungen durch einen solchen Perspektivwechsel in keinem Fall.

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